Die Malerin Paula Modersohn-Becker war eine Ausnahme. Zu Lebzeiten kaum beachtet, malte sie unabhängig und eigenwillig und gilt heute als Vorreiterin der Moderne und des Expressionismus. Zu ihrem 150. Geburtstag erzählt der Kinofilm
„Wer weiß schon, was ein Leben ist?“ ihre Geschichte neu: feministisch, kompromisslos und mit Blick auf die Gegenwart. Denn Paula Modersohn-Beckers Kampf für künstlerische Freiheit und Selbstbestimmung ist heute noch genauso aktuell wie
vor 150 Jahren.
Sei mutig, sei du selbst. 150 Jahre nach ihrem Tod ist Paula Modersohn-Becker und ihre Botschaft für Künste und Gesellschaft so aktuell wie zeitlos. Ein Gemälde von Paula Modersohn-Becker hat es von Bremen über den großen Teich ins MoMA in New York geschafft. Wie? Durch den unermüdlichen Einsatz der Kunsthistorikerin Diane Radycki, die für die Sichtbarkeit von Modersohn-Beckers Werk kämpfte. Erst mit #MeToo im Jahr 2017 erkannte die Museumsleitung ihre jahrelange Voreingenommenheit gegenüber Künstlerinnen. Bemerkenswert, da Paula Modersohn-Becker die erste Malerin war, der Anfang des 20. Jahrhunderts ein eigenes Museum gewidmet wurde. Warum dauerte es so lange, bis sie international Anerkennung fand? Welchen Weg musste ihre Kunst nach ihrem Tod gehen? Und warum sind Frauen in der Kunst auch heute, über ein Jahrhundert später, noch immer nicht gleichberechtigt?