GRÜßE VOM MARS erhält die Auszeichnung im Wettbewerb „Kinder und Jugend“.
Der Familienfilm „Grüße vom Mars“ erzählt die Geschichte eines aufgeweckten Jungen im Autismus-Spektrum, der die Welt auf seine ganz eigene Weise wahrnimmt. Als seine Familie vor Veränderungen steht, die seinen gewohnten Alltag durcheinanderbringen, entwickelt seine Mutter einen ungewöhnlichen Plan: Der mehrwöchige Aufenthalt bei seinen Großeltern wird zu einer Raumfahrtmission, bei der jede Herausforderung wie eine Expedition zu einem fremden Planeten erscheint. Gemeinsam mit seinen Geschwistern begibt er sich auf eine Reise voller Missverständnisse, Mutproben und zärtlicher Annäherungen. Während Konflikte, Überforderung und große Gefühle den Aufenthalt bestimmen, wächst das Trio enger zusammen. Der Film verbindet Humor und Ernsthaftigkeit und zeigt sensibel, wie ein Junge mit Autismus seine Umwelt erlebt – zwischen Reizüberflutung, klarer Logik und dem tiefen Wunsch nach Zugehörigkeit. Am Ende wird deutlich: Jede Perspektive eröffnet eine eigene, wertvolle Sicht auf die Welt.
Das Urteil der Jury: „‘Grüße vom Mars‘ überzeugt als herausragender Familienfilm, weil er das Aufwachsen eines Jungen im Autismus-Spektrum mit außergewöhnlicher Sensibilität, Genauigkeit und erzählerischer Kraft schildert. Besonders gelungen ist die Darstellung seiner Wahrnehmung: Geräusche werden überwältigend, soziale Situationen erscheinen rätselhaft, Routinen geben Sicherheit. Der Film macht diese Innenwelt nicht nur sichtbar, sondern spürbar. Das Publikum erlebt Überforderung, Rückzug und kreative Bewältigungsstrategien unmittelbar mit – ohne zu dramatisieren oder zu vereinfachen [...]“.